Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft e. V.

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Der Partisan – Zum 50. Todestag von Georg Lukács, dem bis auf den heutigen Tag umstrittenen Gesellschafts-, Geschichts- und Literaturtheoretiker

Christine Magerski | Essay, „Die Form ist das wahre Soziale in der Literatur“. Literatur und Gesellschaft nach Georg Lukács

Patrick Eiden-Offe | Essay, Verdinglichung Ein Begriffsschicksal

Dietmar Dath | Essay, Wieso dauernd dieser Überbaukrempel? Georg Lukács als prosowjetischer Denker

Jens BiskyGyörgy Dalos | Interview, „Ketzer sind immer sympathisch“ György Dalos im Gespräch mit Jens Bisky über Georg Lukács und die Theorie der zweiten Decke

Der Partisan (soziopolis.de)

Thomas Sparr, Hotel Budapest, Berlin…

Von Ungarn in Deutschland. Berenberg 2021

Budapest–Berlin: Hier verlief eine der vielen ostwestlichen Fluchtlinien des 20. Jahrhunderts. Erst nach 1989 bemerkte man erstaunt die Präsenz der Ungarn in Deutschland, vor allem aber in Berlin, wo große Autoren wie György Konrád, Imre ­Kertész, Péter Esterházy oder Péter Nádas lebten, wo Terézia Mora und György Dalos heute leben. Dabei reicht die ungarische Präsenz hierzulande viel weiter zurück, oft verbunden mit anderen großen Umbrüchen: 1918, 1933, 1945, 1956. Thomas Sparr erzählt von einer einzigartigen historischen Konstellation, von Gedanken und Werken, vor allem aber von den Leben dahinter. Georg Lukács, Arnold Hauser, Peter Szondi und Ágnes Heller sind zu hören, Ivan Nagel, die Komponisten György Ligeti und Györgi Kurtág ebenso wie die vielen Autoren, die den Weltruf der ungarischen Literatur begründen. Die Donau, das erfahren wir hier, fließt auch durch Berlin.

Ágnes Heller und Georg Lukács

Süddeutsche Zeitung 12. Juli 2021, 16:18 Uhr

Die Philosophin Ágnes Heller:Gefährlich frei

Die ungarische Philosophin Ágnes Heller und die Frage, was es bedeutet, dass der Zufall das Schicksal des Menschen ist.

Von Thomas Meyer

Im Februar 1955, so vermeldete ein Jahr später der Berichterstatter der in der DDR erscheinenden Deutschen Zeitschrift für Philosophie, habe Ágnes Heller ihre Dissertation über die „Ethik Tschernyschewskijs – Das Problem des vernünftigen Egoismus“ in Budapest bei Georg Lukács verteidigt. „Die Behandlung des Stoffes ist selbständig und originell und wendet Prinzipien des Marxismus-Leninismus auf die Ethik an“, so der zufriedene Autor. Es dürfte kaum frühere Zeugnisse der deutschsprachigen Rezeption der vor zwei Jahren bei einem Badeunfall mit 90 Jahren verstorbenen ungarisch-jüdischen Philosophin geben.Dass Heller, die nur mit sehr viel Glück den Holocaust überlebte, zu dem ebenfalls jüdischen Georg Lukács ging, um Philosophie zu studieren, war aufgrund ihrer Interessen und ihrer Geschichte nur folgerichtig. So sehr Lukács nämlich geschickter Apparatschik war und sich glaubte in die eigentlich nach unverrückbaren Gesetzen verlaufende Geschichte einmischen zu sollen, so sehr war der 1885 Geborene doch schon zu dieser Zeit neben dem gleichaltrigen Ernst Bloch der einzige marxistische Philosoph von Weltrang. Und zudem galt er mit gutem Recht, neben dem ihn scharf ablehnenden Germanisten Hans Mayer in Leipzig, zu dieser Zeit als der beste Kenner deutscher Literatur- und Geistesgeschichte im sogenannten Ostblock. (…)

(…): „Einst warnte Lukács seine marxistischen Kollegen, dass ein Kaninchen, tanzend auf der Spitze des Himalaya, sich für größer halten sollte als der Elefant in der Ebene. Nun ist der ‚Marxismus‘ nicht, wie Lukács annahm, solch ein ‚Himalaya‘ unter den Weltsichten, nur ein Gebirgszug neben anderen. Aber sicherlich war Lukács dessen einziger ‚Elefant‘. Man kann über ihn hinausgehen, aber man sollte zu ihm hinaufsehen: Ob ich seinen Spuren folge oder nicht, etwas völlig Divergierendes tuend, ich werde ihm stets verpflichtet bleiben.“Die Zeilen stammen aus einem Brief an Rüdiger Dannemann, dem wohl besten Lukács-Kenner hierzulande. Zusammen mit dem Frankfurter Philosophen und Lukács-Weggefährten seit den frühen siebziger Jahren Axel Honneth legte Dannemann pünktlich zum 50. Todestag am 4. Juni bei Suhrkamp einen Sammelband mit Texten des marxistischen Häretikers vor, der neben vielen anderen Vorzügen eben auch ein erhellendes Licht auf Hellers Denken wirft.

https://www.sueddeutsche.de/…/agnes-heller-philosophie…

Confronting Reification: Revitalizing Georg Lukács’s Thought in Late Capitalism

Endlich als Taschenbuch erhältlich:Confronting Reification: Revitalizing Georg Lukács’s Thought in Late Capitalism (Studies in Critical Social Science)

Taschenbuch – 6. September 2021

Gregory R. Smulewicz-Zucker (Herausgeber)

Contributors include: Rüdiger Dannemann, Frank Engster, Andrew Feenberg, Joseph Grim Feinberg, Andraž Jež, Christian Lotz, Csaba Olay, Tom Rockmore, Gregory R. Smulewicz-Zucker, Mariana Teixeira, Michael J. Thompson, Tivadar Vervoort, Richard Westerman, and Sean Winkler.

Haymarket Books; Euro 24,99

Lukács‘ 50. Todestag – Pressestimmen (Auswahl)

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/georg-lukacs-band-praesentiert-unbekanntere-texte-17371471.htmlhttps://buchmarkt.de/buecher/umgeblaettert-heute-was-fuer-ein-fest/

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/georg-lukacs-wider-die-digitale-dekadenz-17367202.html

https://literaturkritik.de/zur-aktualitaet-von-georg-lukacs-fuenfzig-jahre-nach-seinem-tod,27947.html

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/plus231559023/Georg-Lukacs-Der-Denker-ueber-den-sich-Adorno-und-Orban-einig-sind.html

https://literaturkritik.de/zsuszsa-bognar-werner-jung-antonia-opitz-geben-einen-weiteren-teilband-lukacs-gesamtausgabe-aisthesis-verlag-heraus,27966.html

https://www.perlentaucher.de/9punkt/2021-06-04.html

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/geschichte-und-klassenbewusstsein

https://brandenburg.rosalux.de/themen-reihen-projekte/rosa-luxemburg-karl-liebknecht

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/georg-lukacs

Georg Lukács und das Theater

Re-reading Lukács – Georg Lukács und das Theater

Dietmar Dath »Ästhetische Arbeit bei Georg Lukács«

Re-Reading Lukács. Werkstattgespräch II: Theatergeschichte. Patrick Wengenroth & Patrick Eiden-Offe

Georg Lukács heute. Mit Rüdiger Dannemann, Luise Meier und Bernd Stegemann

Re-reading Lukács. Werkstattgespräch I: Ästhetik. Mit Kristin Bönicke und Iris Dankemeyer

Lukács im 21. Jahrhundert bei Youtube

Wir haben die lange Konferenz in die Panels bzw. Keynotes aufgeteilt, sozusagen portioniert.

Hier alle Youtube-Links zu „Lukács im 21. Jahrhundert“

Begrüßung: https://www.youtube.com/results…

Panel 1: https://www.youtube.com/watch?v=yKPEsHYRXxY

Panel 2: https://www.youtube.com/watch?v=i0Yr6fmC9vE

Panel 3: https://www.youtube.com/watch?v=vxEl6_3mNtY

Panel 4: https://www.youtube.com/watch?v=BGmfycmIDzw

Keynote 1 (Axel Honneth): https://www.youtube.com/watch?v=XvZxLZYzOIY

Keynote 2 (Michael Löwy):https://www.youtube.com/watch?v=pwt9z5A4iRA

„Elf Stunden Stream, ein wahrer Lukács-Marathon.“ (Marc Püschel in der JUNGEN WELT)

Und das Schöne ist: Spätestens 2023 geht es weiter. Dann feiern wir den 100. Geburtstag von „Geschichte und Klassenbewußtsein“. Nicht nur in Europa, sonedrn auch in China, in Lateinamerika und andersw

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