Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft e. V.

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FORTSCHRITT UND ENTFREMDUNG

Bloch und Lukács im heutigen Kontext

Öffentliche Tagung

ERNST-BLOCH-ASSOZIATIONundINTERNATIONALE GEORG-LUKÁCS-GESELLSCHAFT

4. bis 6. Oktober 2024Bochum – KoFabrik – Stühmeyerstraße

In Kooperation mit Rosa Luxemburg Stiftung Nordrhein-Westfalen/ Mit Unterstützung von Verein zur Förderung der Philosophie Ernst Blochs e. V./ Rosa-Luxemburg-Club Dortmund/ Leo-Kofler-Gesellschaft

Programm:

Freitag

17:00 Doris Zeilinger, Rüdiger Dannemann

Begrüßung

17:15 Peter Zudeick, Hans-Ernst Schiller

Vorwärts immer – rückwärts nimmer Ein kurzer Ritt durch die Geschichte der Fortschrittsbegriffe – Entfremdete Natur und gesellschaftlicher Fortschritt

Zur naturwissenschaftlichen Revolution der Neuzeit im sozialen Kontext

18:45 Holger Glinka, Wilfried Korngiebel – Zur Entfaltung des Begriffs Entfremdung bei Hegel

Verwendung des Begriffs Entfremdung beim späteren Marx

Anschließend gemeinsames Abendessen

Samstag

10:00 Rüdiger Dannemann, Doris Zeilinger

Lukács’ Versuch einer ontologischen Grundlegung von Entfremdung

Fortschritt und Entfremdung in Blochs „Noch-Nicht-Sein“

11:30 Frank Engster, Volker Schneider

Entfremdung und Reflexivität Zu Lukács’ Kritik der Gegenstandsform und des Verstandesdenkens

Dianoetischer Fortschritt Fortbildendes Erkennen mit Bloch – (ohne Lukács?)

Mittagessen

14:30 Matthias Mayer, Karl Lauschke

„Über dem Produkt das Produzierende nicht vergessen“ Ernst Blochs Schelling-Rezeption als Beitrag zu einer Kritik der Verdinglichung

Georg Lukács‘ Schopenhauer-Kritik in Die Zerstörung der Vernunft

16:00 Rosalvo Schütz, Beat Dietschy

Entfremdung im Ungleichzeitigen Traditionelle Bevölkerungen und Subversion – Wenn der Fortschritt zum Griff nach der Notbremse führt Bloch- und Benjamin-Rezeption in Lateinamerika Kaffeepause

18: 00 Annette Schlemm, Rainer Zimmermann

Krise und Fortschritt. Gespräch

Danach gemeinsames Abendessen

Sonntag

10:00 Giridhari Lal Pandit, Daniel Göcht

Moral Progress and SDIs within Ethics of Inclusive Planetar Justice Against Alienating Technological Totalitarianism

Arbeit und Fortschritt bei Lukács

Kaffeepause

11:45 Dirk Braunstein, Diego Fernando Correa Castañeda

Fortschritt und Stillstand – Die Rezeption des Werks von Georg Lukács in Spanien und Kolumbien – Die erste vollständige Ausgabe der „Ontologie“ auf Spanisch

13:15 Ende der Tagung

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Wir freuen uns über Spenden, die zur Finanzierung der Tagung beitragen (Konto s. u.)

Anmeldung zu Teilnahme an der Tagung der IGLG und der EBA 2024:

Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft (Dr. Rüdiger Dannemann), Am Sonnenhang 60, 45289 Essen oder ruedannemann@arcor.de

Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft e.V.

KONTO: SPARKASSE PADERBORN-DETMOLD, KONTO-NR. 001600 21 56 BLZ 476 501 30. IBAN: DE 85 4765 0130 0016 0021 56 – BIC: WELADE3LXXX

Lenin, Lukács, Bogdanov


Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft e.V.

  · Donnerstag, 23. Mai 2024, 19:00 bis 21:00, Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437

Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin

100 Jahre Lenin: Lenin bei Lukács und bei Bogdanov

Mit Luise Meier und Rüdiger Dannemann

VIELFALT SOZIALISTISCHEN DENKENS

Für Gerhard Stapelfeldt und nicht wenige andere Linke ist Lenin heute ein (ökonomistischer) marxistischer Dogmatiker, der „nicht nur zum Robespierre der proletarischen Revolution, sondern auch zum Wegbereiter“ Stalins wurde. Wie kommt es dann, dass sich Georg Lukács, dessen Werk „Geschichte und Klassenbewusstsein“ für den Westlichen Marxismus und auch die Kritische Theorie einlussreich wurde, ganz anders als die führenden Köpfe dieser Kritischen Theorie ein Leben lang für Lenin interessiert hat, ihn gar für den bedeutendsten Marxisten des 20. Jahrhunderts hielt?Anlässlich des 100. Todestags sowie der 100-jährigen Wiederkehr von Lukács‘ intellektuellem Porträt des russischen Revolutionärs, das unter dem schlichten Titel „Lenin“ 1924 kurz nach Lenins Tod erschien, lohnt sich der Blick auf das sehr eigenwillige Lenin-Bild des ungarischen Philosophen. Seine kleine Lenin-Studie wurde von August Thalheimer als „überflüssiges Buch“ kritisiert, von Karl Korsch nachdrücklich verteidigt. Im Vortrag geht Rüdiger Dannemann der Frage nach, welche Stärken Lukács an Person und Werk des „Volkstribunen“ und Meisters „revolutionärer Realpolitik“ ausmacht – in den zwanziger Jahren und darüber hinaus bis hin zur erst postum publizierten Demokratisierungsschrift. Das kann ein Beitrag dazu sein, mit Lukács „Lenin neu zu entdecken“ (Michael Brie), aber auch anhand seiner Lenin-Rezeption Lukács‘ eigene philosophische und politische Position genauer zu bestimmen. Luise Meier wird Lenin mit einer anderen großen Figur der damaligen Zeit konfrontieren: Aleksandr Bogdanov. Über hundert Jahre lang wurde der Bolschewist, Arzt, Science-Fiction-Autor, Philosoph, Protokybernetiker und Mitbegründer des Proletkult Alexander Bogdanov vor allem als Gegenspieler Lenins wahrgenommen. Er unterlag als solcher mehrfach in den Kämpfen um die SDAPR bzw. die Bolschewiki und um die Kultur-, Bildungs-, Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik der frühen Sowjetunion. Bogdanov wurde nicht nur 1909 auf Lenins Betreiben hin aus der Partei ausgeschlossen und nach 1917 zunehmend isoliert, seine Ideen wurden auch, wo sie von anderen Freunden und Weggefährten Lenins und Bogdanovs aufgegriffen und weiterentwickelt wurden, bekämpft (u.a. von Lunatscharski und Bukharin).

https://www.helle-panke.de/de/topic/3.termine.html?id=3643

GUK 100 –Dossiê: 100 anos de História e Consciência de Classe (apresentação)

Jetzt ist die Lukács-Nummer der Zeitschrift Dissonância (Campinas, São Paulo) erschienen, mit Studien und Intervews (Anita Chari, Rüdiger Dannemann, Ágnes Erdélyi, Andrew Feenberg, Antonino Infranca, Konstantinos Kavoulakos, Michael Löwy, Michael J. Thompson, Miguel Vedda)

Hg. von Mariana Teixeira, Victor Strazzeri

Dissonância: Revista de Teoria Crítica (unicamp.br)

Im Lukács Archiv 2024

Impressionen von Max Emunds, Universität Jena

Samstag, 9. März 2024

Lieber Herr Dannemann,

  wie versprochen schicke ich Ihnen in dieser Mail meine lose in Berichtsform gegossenen Eindrücke vom Lukács-Archiv. Ich möchte mich außerdem nochmal für Ihre Vermittlung des Kontakts zu Herrn Mesterházi bedanken, den ich Budapest treffen konnte.

Durch Sie und Herrn Mesterházi war ich ja auf den Zustand, in dem sich die ehemaligen Räumlichkeiten des Archivs mittlerweile befinden, vorbereitet worden, aber als jemand, der die Ereignisse rund um die Schließung 2016 nur durch die nachträgliche Lektüre von Artikeln kennt und der überdies auch die Blüte des Archivs nicht hat miterleben können, als ein in dieser Hinsicht also verspäteter Lukács-Jünger wird man durch einen bevorstehenden Besuch in Lukács ehemaliger Wohnung trotzdem euphorisiert. Und weil man ja durch ein wirklich beachtliches Treppenhaus (nach Meinung von Herrn Mesterházi das Schönste von ganz Budapest) bis zur Wohnungstür steigt, hält sich diese Euphorie tatsächlich auch ungefähr so lange. Dann stellt sich allerdings sehr schnell, wenn man in der Diele der Wohnung steht und seine Jacke aufhängt, das erste Mal Ernüchterung ein. Schon nach kurzer Zeit kommt man auf den Gedanken, dass die Wohnung absichtlich in einen Zustand versetzt wurde, der jeden noch so> interessierten Besucher mit der stillen, unausgesprochenen Frage> konfrontiert: „Was willst du hier?“ Das, was die Akademie in den> ehemaligen Räumlichkeiten des Archivs übriggelassen hat, erweckt den Eindruck – und es soll ganz sicher auch diesen Eindruck erwecken –, als wäre Lukács der Besitzer einer umfangreichen literarischen, philosophischen, historiographischen Bibliothek gewesen, weiter aber nichts. Klar, man wird ins ehemalige Arbeitszimmer geführt. Der Raum ist aber auch etwas wie ein Abstelllager geworden, hier steht ein viel zu> großes, arg ramponiertes Sofa wahrscheinlich nur deshalb herum, weil man es nur mit erheblichem Aufwand aus dem 5. Stock hätte abtransportieren können. Immerhin erinnert hier noch ein Schreibtisch daran, dass hier mal gearbeitet wurde, allerdings sind säuberlich alle Spuren getilgt worden, die daran erinnern könnten, dass das die längste Zeit eben durch das Archiv und nicht durch Lukács selbst geschah.

Die ganze Einrichtung macht eher den Eindruck, als sei man zu spät zu einer Haushaltsauflösung gekommen und könne nur noch die mickrigen> Reste, die wirklich keiner haben wollte, begutachten. Im zentralen Wohnzimmer müssen Lukács‘ Goethe-Werkausgaben (immerhin: in doppelter Ausführung vorhanden!) mit traurig herumliegenden Kabeln und den ramponierten Überbleibseln weggeschaffter Arbeitsplätze um die Aufmerksamkeit des Besuchers wetteifern. In einem kleinen Raum mit Balkon zur Donau hat sich ein Plakat an der Wand erhalten, das einige Karikaturen von Lukács versammelt. Es mag Zufall sein, dass genau dieses Stück die Räumung überlebt hat, aber es mutet doch perfide an: hier blicken nun Lukács grotesk verzerrte Köpfe auf eine Reihe von Wandschränken, die, nach Auskunft von Herrn Mesterházi, einst den handschriftlichen Nachlass von Lukács, eine ganz schön umfangreiche Manuskript- und Typoskriptsammlung also, beherbergten. Immerhin: im Wohnzimmer bekommt man (ob das immer so ist, weiß ich natürlich nicht, aber bei meinem Besuch jedenfalls war es so) eine kleine, erlesene Auswahl aus Lukács‘ Bücherbestand präsentiert. Natürlich die Erstausgabe der Theorie des Romans, natürlich die Erstausgabe von Geschichte und Klassenbewusstsein, sowie noch verschiedene Bücher mit persönlichen Grußworten an Lukács, darunter so namhafte Schinken wie Merleau-Pontys Philosophie der Wahrnehmung. „Für Georg Lukács“, handschriftlich signiert, das macht natürlich Eindruck. Oder in Lukács Faust-Ausgabe: Marginalien von ihm selbst! Zusammen mit dem Gesamteindruck der Wohnung bewirken diese wenigen> Raritäten aber eher eine gesteigerte Aufmerksamkeit des Besuchers für alles, was man hier nicht zu Gesicht bekommt. 

Der einzige, echte Lichtblick beim Besuch ist der: die Möglichkeit, Herrn Mesterházi als kundigen Führer durch die ehemaligen> Räumlichkeiten begleiten zu dürfen und sich von ihm etwas über die Geschichte des Archivs belehren zu lassen. Für mich war der Besuch also dennoch ein Gewinn. Die Wohnung aber ist wirklich in einem nicht anders als jämmerlich zu bezeichnenden Zustand. Und die Kirsche auf der Sahnetorte: wenn man sie wieder verlässt, verschließt der Mitarbeiter der Akademie die Eingangstür mit gleich zwei Sicherheitsschlössern – man schaut ihm dabei zu und denkt sich unweigerlich: „Wozu? Es ist doch eh fast nichts mehr da.“

> Beste Grüße,

> Max Emunds

Georg Lukács, Zur Kritik der faschistischen Ideologie

Georg Lukács‘ Beiträge zur Kritik des Faschismus – wichtig für eine substantielle politische Bewegung unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt“

Happy New Year!

Allen Freundinnen und Freunden des Werks von Georg Lukács,

allen, die sich im Jubiläumsjahr von „Geschichte und Klassenbewußtsein“ für unsere Arbeit interessiert haben und weiterhin interessieren,

wünschen wir erfreuliche Festtage und einen angenehmen Rutsch in ein besseres, friedlicheres, für die Linke politisch weniger katastrophales neues Jahr. 2024 ist euere Unterstützung mehr denn je gefragt!

Bleibt gesund, engagiert und kämpferisch!

Rüdiger Dannemann

(Vorsitzender der IGLG)

Dear friends of the IGLG, dear colleagues, dear comrades,

To all those who have taken an interest in our work in the anniversary year of „History and Class Consciousness“ and continue to do so,

We wish you a happy festive season and a pleasant start to a better, more peaceful and politically less disastrous new year for the left. Your support is needed more than ever in 2024!

Stay healthy, committed and combative!

Rüdiger Dannemann

(President of the IGLG)

Queridos amigos del IGLG, queridos colegas, queridos camaradas,

A todos los que se han interesado por nuestro trabajo en el año del aniversario de „Historia y conciencia de clase“ y siguen haciéndolo,

les deseamos unas felices fiestas y un buen comienzo de un año nuevo mejor, más pacífico y políticamente menos desastroso para la izquierda. ¡Su apoyo es más necesario que nunca en 2024!

¡Mantente sano, comprometido y combative!

Rüdiger Dannemann

Presidente del IGLG

致格奥尔格-卢卡奇的所有朋友

致所有在 „历史与阶级意识 „周年纪念之际关心我们的工作并将继续这样做的人们、

我们祝你们节日快乐,并祝愿左翼在新的一年里有一个更好、更和平、政治灾难更少的愉快开端。2024 年比以往任何时候都更需要你们的支持!

保持健康、坚定和斗志!

IGLG 主席

Simply donate via PayPal (r.dannemann@lukacs-gesellschaft.de).

In eigener Sache – Call For Donations

Liebe Freund*innen von Georg Lukács‘ Werk und der IGLG,

 
nach diesem ereignisreichen Jahr des Zentenariums von „Geschichte und Klassenbewußtsein“ sind für das nächste Jahr u.a. ein Panel im Rahmen des Weltkongresses für Philosophie in Rom sowie eine gemeinsame Tagung mit der Bloch-Assoziation geplant, auch Aktivitäten zum 100jährigen von Lukács‘ Lenin-Buch. Und natürlich ist auch das nächste Jahrbuch zu finanzieren.

Wir benötigen eure/ Ihre Hilfe, um unsere Aufgaben erfüllen zu können.

Bekanntlich kann der große ungarische Philosoph staatliche Hilfe in Deutschland nicht erwarten. Und in seinem heute von Orbán regierten Heimatland sowieso nicht.

Wir hoffen deshalb auch diesmal auf eure/ Ihre Unterstützung.

Jeder Betrag hilft! Hier unsere Bankverbindung:

Internationale Georg-Lukács-Gesellschaft e.V.

KONTO: SPARKASSE PADERBORN-DETMOLD, KONTO-NR. 001600 21 56 BLZ 476 501 30.

IBAN: DE 85 4765  0130 0016 0021 56 – BIC: WELADE3LXXX

Dank für die solidarische Unterstützung in der Vergangenheit und hoffentlich auch jetzt! 

Rüdiger Dannemann, Vorsitzender der IGLG

r.dannemann@lukacs-gesellschaft.de

ruedannemann@arcor.de

Call for Donations

 Dear friends of Georg Lukács‘ work and the IGLG,

After this eventful year of the centenary of „History and Class Consciousness“, next year’s plans include a panel at the World Congress of Philosophy in Rome and a joint conference with the Bloch Association, as well as activities to mark the centenary of Lukács‘ Lenin book. And, of course, the next yearbook is also to be financed.

As is well known, research on the most important Hungarian philosopher cannot expect state aid in Germany. Certainly not in his home country, which is now ruled by Orbán.

Therefore, we are – once again – in need of your support.

Every amount helps! Here are our bank details:

International Georg Lukács Society e.V.

ACCOUNT: SPARKASSE PADERBORN-DETMOLD, ACCOUNT NO. 001600 21 56 BLZ 476 501 30.

IBAN: DE 85 4765 0130 0016 0021 56 – BIC: WELADE3LXXX

Thanks for your solidarity and support in the past and hopefully also now! 

r.dannemann@lukacs-gesellschaft.de

ruedannemann@arcor.de

100 Jahre Geschichte und Klassenbewusstsein von Georg Lukács: Eine internationale Konferenz

13. September – 15. September 2023
Budapest, Ungarn

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Geschichte und Klassenbewusstsein thematisiert die Konferenz die Aktualität und Relevanz von Ungarns einflussreichstem Philosophen neu. Die Keynotes und Panels erforschen den historischen Kontext, die theoretischen Dimensionen und die zeitgenössische Realität von Lukács‘ Meisterwerk.

Eine Zusammenarbeit von:

Rüdiger Dannemann, Internationale Georg Lukács Gesellschaft

Ágnes Erdélyi, Internationale Stiftung Lukács-Archiv

Samir Gandesha, Institut für Geisteswissenschaften, Simon Fraser University, Vancouver

Johan Hartle, Akademie e der bildenden Künste Wien

Tyrus Miller, Fakultät für Geisteswissenschaften, University of California, Irvine

Csaba Olay, Eötvös-Loránd-Universität Budapest, Ungarische Akademie der Wissenschaften, Ungarische Gesellschaft für Philosophie

ZEITPLAN DER VORTRÄGE:

MITTWOCH, 13. September 2023

9.00 – 9.30 Uhr

Begrüßung und Eröffnungsrede

9.30 – 11.00 Uhr

Keynote

Moderator: Samir Gandesha

Esther Leslie, Wien, Weihnachten 1922 – Budapest, März 1967: Zwischen dem Schlaraffenland und der nicht aufgehenden Sonne

11.15 – 13.15

Panel 1 Thema/Thema: Auf dem Weg zu „Geschichte und Klassenbewusstsein“ (Die unruhige Geschichte eines philosophischen Klassikers)

Moderation: Anna Wessely

Rüdiger Dannemann, Umwege zur Neuauflage von Geschichte und Klassenbewusstsein (Georg Lukács‘ schwieriges Verhältnis zu seinem philosophischen Meisterwerk)

Éva Karádi, Die Rezeption von Lukacs‘ Geschichte und Klassenbewusstsein in Heidelberg und in seinem eigenen Umfeld

Bettina Szabados, Der Test unserer Menschlichkeit: Das Konzept des Opfers in Lukács‘ frühen Schriften

13.15 – 14.30 Uhr

Mittagspause

14.30 – 16.00 Uhr

Keynote

Moderation: Rüdiger Dannemann

Karl Lauschke, Die Architektur von Geschichte und Klassenbewusstsein – eine historisch-philologische Analyse

16.30 – 18.30 Uhr

Panel 2 Thema/Thema:  Geschichte und Klassenbewusstsein – ein unvollendetes Projekt (Lukács‘ „orthodoxer“ Marxismus und seine Beziehung zu Hegel)

Moderator: Rogelio Regalado

Christian Lotz, Was ist eine soziale Kategorie?

Ákos Forczek, „… ein Versuch, Hegel zu übertrumpfen“: Der ältere Lukács über Geschichte und Klassenbewusstsein

Zhang Shuangli, Den Hegelianischen Marxismus von Georg Lukacs neu denken

19.00

TREFFEN IM ARCHIV mit Mihály Vajda, im Lukács-Archiv, Belgrád rkp. 2, 1056 Ungarn

DONNERSTAG, 14. September 2023

9.00 – 11.00 Uhr

Panel 3 Thema/Thema: Revolutionäres Denken (Die unendliche Dialektik von Theorie und Praxis)

Moderatorin: Serafina Bytyqi

Tivadar Vervoort, Kritische Theorie und Parteilichkeit: Das Lukácsianische Paradigma

Miklós Mesterházi, Über Sekten. Eine Randbemerkung zu Lukács‘ „Methodisches zur Organisationsfrage“. Eine Randbemerkung zu Lukács‘ „Auf dem Weg zu einer Methodologie des Organisationsproblems“.

Frank Engster, Lukács als Wendepunkt zwischen der klassischen Newtonschen Zeit und Einsteins relativistischer Raumzeit

11.30 – 13.00 Uhr

Keynote

Moderator: Johan Hartle

Konstantinos Kavoulakos, Verdinglichung, Krise und Praxis in Lukacs‘ Geschichte und Klassenbewusstsein

13.00 – 14.00 Uhr

Mittagspause

14.30 – 16.00 Uhr

Panel 4 Thema/ Thema: Verdinglichung, Kunst(en), Natur und neue Technologien

Moderator: László Gergely Szücs

Károly Kókai, Verdinglichung und Sachlichkeit in der Literatur der 1920er Jahre

Mario Wenning, Verdinglichung und das Maschinenherz (jixin機心)

16.30 – 18.00 Uhr

Keynote 

Moderator: Tyrus Miller

Anita Chari, Über Theorie und Haptik: Erforschung der Verkörperung in Geschichte und Klassenbewusstsein

FREITAG, 15. September 23

10.00 – 12.00 Uhr

Panel 5 Thema/ Thema: Lukács und … (Rezeption und Wirkung von Geschichte und Klassenbewusstsein )

Moderator: Levente Hollós

János Weiss, Die Reformuliungen der Verdingungstheorie in der Frankfurter Schule

Francisco García Chicote, Siegfried Kracauers Rezeption von Geschichte und Klassenbewusstsein

12.00 – 13.00 Uhr

Mittagspause

13.00 – 15.00 Uhr

Panel 6   Thema/ Thema: Lukács im 21. Jahrhundert – Das Problem der Identität

Moderator: Ágnes Erdélyi

Mariana Teixeira, Feministische Standpunkttheorie und die Relevanz von Lukács‘ Geschichte und Klassenbewusstsein zum 100. Jubiläum

Titus Stahl, Begründung epistemischer Privilegien: Eine Rekonstruktion von Lukács‘ Standpunkttheorie

Richard Westerman, Das Problem des Standpunkts

15.30 – 17.00 Uhr

Keynote

Moderator: Csaba Olay

Rahel Jaeggi, Der Standpunkt der Kritischen Theorie: Klassenbewusstsein, revolutionäre Subjekte und epistemische Überlegenheit

17.00

Schlußbemerkungen

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